Abschluss der Ermittlungen der Untersuchungskammer der Ethikkommission zu Rafael Esquivel Melo und Julio Rocha

Die Vorsitzende der Untersuchungskammer der Ethikkommission, Maria Claudia Rojas, hat ihre Untersuchung zu den Tätigkeiten von Rafael Esquivel Melo und Julio Rocha abgeschlossen und die beiden Berichte zusammen mit den Anträgen an die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission unter dem Vorsitz von Vassilios Skouris überwiesen.

Gemäß Mitteilung des US-Justizministeriums vom 10. November 2016 erklärte sich Rafael Esquivel Melo, ehemaliger CONMEBOL-Vizepräsident und ehemaliger Präsident des venezolanischen Fussballverbands, am 10. November 2016 in sieben Fällen für schuldig: in einem Fall der Verabredung zum organisierten Verbrechen, in drei Fällen der Verabredung zum elektronischen Datenbetrug und in drei Fällen der Verabredung zur Geldwäsche. Wie das US-Justizministerium am 7. Dezember 2016 weiter informierte, bekannte sich Julio Rocha, ehemaliger Präsident des Fussballverbands von Nicaragua und der mittelamerikanischen Fussballunion, in zwei Fällen der Verabredung zum organisierten Verbrechen und zum elektronischen Datenbetrug für schuldig.

Die Vorsitzende der Untersuchungskammer der Ethikkommission beantragt in ihren Schlussberichten sowohl gegen Rafael Esquivel Melo als auch gegen Julio Rocha eine lebenslange Sperre für sämtliche Fussballtätigkeiten (administrativ, sportlich und anderweitig) wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Art. 13 (Allgemeine Verhaltensregeln), Art. 15 (Loyalität), Art. 18 (Anzeige- sowie Mitwirkungs- und Rechenschaftspflicht), Art. 19 (Interessenkonflikte), Art. 21 (Bestechung und Korruption) und Art. 41 (Mitwirkungspflicht der Parteien) des FIFA-Ethikreglements.