Nadia Nadim bringt globale Perspektive in Neuausrichtung des Frauenfussballs ein

21. Okt. 2021
  • Die dänische Nationalspielerin gibt Feedback als Teil einer umfassenden Überarbeitung des Frauenfussballkalenders

  • Jill Ellis leitet die Entwicklung des neuen Spielplans für die Zeit nach 2023

  • Die in Afghanistan geborene Starspielerin sagt: "Der Fussball muss für alle sein"

Nadia Nadim blickt auf mehr als ein Jahrzehnt internationaler Erfahrung zurück, in dem sie fast 100 Länderspiele für Dänemark absolvierte. Sie bringt ihr Feedback in eine umfassende Analyse des gesamten Frauenfussballkalenders ein. Nadim betont, dass ihr weltumspannender Blick von Nutzen sein könne, wenn es darum geht, den Fussball wirklich global zu machen.

Nadim ist in Afghanistan geboren und aufgewachsen und spielt seit zwölf Jahren für das dänische Nationalteam, unter anderem im Finale der letzten UEFA EURO 2017. Sie kann sich auf umfangreiche Erfahrungen bei verschiedenen Klubs in Europa und Nordamerika stützen, wenn es um die Optimierung des internationalen Spielkalenders für den Frauenfussball geht.

"Ich spiele schon recht lange auf höchstem Niveau und in den besten Ligen und Vereinen der Welt", so die 33-jährige Stürmerin. "Ich habe die Entwicklung [des Frauenfussballs] am eigenen Leib erlebt, und ich weiß, was fehlt und was wir tun können, um es zu verbessern."

"Andererseits habe ich auch das Gefühl, dass ich aufgrund meiner Herkunft verschiedene Kulturen verstehe und deren Sprachen spreche. Ich denke, dass ich diese Qualität mitbringe. Es geht um die FIFA, es geht um die ganze Welt, den ganzen Globus, und nicht nur um einige privilegierte Nationen. Der Fussball muss für alle sein."

Die umfassende Überarbeitung des internationalen Spielkalenders wird von der zweimaligen Weltmeistertrainerin Jill Ellis geleitet und soll Erkenntnisse möglichst vieler Interessengruppen in die Optimierung des Spielkalenders einfließen lassen. Zur Vision des FIFA-Präsidenten gehört auch die Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit, die auch für Nadim weit oben auf der Agenda steht.

"Die Intensivierung des Wettbewerbs ist selbsterklärend: Je mehr Wettbewerb es gibt, desto höher wird das Niveau der Spielerinnen, was wiederum das Niveau des Fussballs insgesamt erhöht", fügte der Star von Racing Louisville hinzu. "Dadurch wird das Spiel für die Zuschauer attraktiver, was wiederum mehr Investitionen und Medienaufmerksamkeit nach sich zieht... all das beginnt mit Wettbewerb.

Und wie kann man den Wettbewerb intensivieren? Nun, indem man den Spielerinnen und Teams die Mittel an die Hand gibt, um zu konkurrieren. Ich denke, die Spielerinnen wollen überall ähnliche Möglichkeiten haben, sich zu messen, und ein ähnliches Niveau an Spielpraxis haben, denn dann ist der Wettbewerb fairer. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn der Frauenfussball ist ja nicht in jedem Land so groß und hat auch nicht in jedem Land den gleichen Stellenwert.

Was ich dazu beitrage, um die Zukunft des Frauenfussballs zu gestalten, ist das, was ich gerade tue - ich trage zu Veränderungen bei, ich bringe den Leuten näher, wie toll der Frauenfussball ist, ich zeige, wie gut der Frauenfussball ist, und ich versuche, ihn weiter zu verbessern."