FIFA-Präsident: Fussball kann die Welt verändern

  • Gianni Infantino sprach beim Weltwirtschaftsforum in Davos

  • Der FIFA-Präsident nahm an einer Podiumsdiskussion mit Ronaldo, Edouard Mendy, Jill Ellis, Arsène Wenger und Hassan Al-Thawadi unter der Leitung von Patrice Motsepe teil

  • Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, der Emir des Staates Katar, eröffnete die Sitzung

Bei einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos bekräftigte FIFA-Präsident Gianni Infantino seinen seit langem bestehenden Glauben an die Fähigkeit des Fussballs, auf globaler Ebene zu heilen und zu vereinen, und bezeichnete die bevorstehende FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ als große Chance, nachdem die Pandemie und die globalen Konflikte die Menschen auf der ganzen Welt isoliert und gespalten haben. "Nelson Mandela sagte, dass Sport die Welt verändern kann, dass er inspirieren kann, dass er vereint, und damit hatte er Recht", sagte Infantino vor den in Davos versammelten Delegierten. "Als beliebteste Sportart der Welt hat der Fussball eine einzigartige Reichweite. Die letzte FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ wurde von rund vier Milliarden Menschen gesehen und die letzte FIFA Frauen-Weltmeisterschaft von 1,2 Milliarden. Die WM in Katar wird sogar fünf Milliarden Zuschauer haben, weit mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. All diese Menschen folgen der gleichen Leidenschaft, sie empfinden dasselbe und wissen, dass der Fussball diese verbindende Kraft hat."

Der FIFA-Präsident betonte auch, dass die FIFA sich verpflichtet hat, die Kraft dieser Reichweite in den Dienst der Gesellschaft zu stellen, einen Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung zu leisten und den Sport als Kraft für das Gute zu nutzen. Die FIFA entspreche mit einem Brutto-Umsatz von USD 200 Mrd. und einer Bruttowertschöpfung von USD 150 Mrd. der Größe eines kleinen bis mittelgroßen Landes. Dies bringe enorme Chancen und Verantwortung mit sich, so der FIFA-Präsident. "Wenn man dieses wirtschaftliche Potenzial auf die soziale Dimension des Fussballs überträgt, dann verändert der Fusball das Leben", so Infantino weiter. "Er hat das Leben vieler Menschen verändert: diejenigen, die zu Spielern werden, große Spieler, noch größere Spieler, Megastars, und Jungen und Mädchen, die dank des Fussballs Werte, Freundschaften, Teamgeist und viele andere Werte erleben können. Die sozialen Auswirkungen sind also aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen vorhanden. Und dann sind da natürlich noch die Emotionen, der irrationale Teil davon. Das ist etwas, das man nicht erklären kann."

Der FIFA-Präsident verwies auch auf die Bedeutung von Veranstaltungen wie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, wenn es darum geht, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund, unterschiedlicher Religion, Ethnie und Nationalität zusammenzubringen." "Dies ist ein besonderes Jahr", fuhr Infantino fort. "Wir haben die Pandemie hinter uns gelassen und leben in einer geteilten Welt. Wir brauchen immer noch Vorwände, um die Menschen zusammenzubringen. Mit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ haben wir den besten Vorwand dafür. Kommen Sie vom 21. November bis zum 18. Dezember nach Katar, denn Sie werden die Erfahrung Ihres Lebens machen und die beste WM aller Zeiten erleben, nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch, was das Erlebnis angeht. Sie lernen dort die Kultur, die Geschichte, die Gastfreundschaft der arabischen Welt kennen, und das wird sicherlich dazu beitragen, dass sich die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser fühlt." Die Podiumsdiskussion unter dem Titel "Sport als verbindende Kraft" wurde eröffnet von Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, Emir des Staates Katar, der die grundlegende Botschaft der verbindenden Kraft des Fussballs bekräftigte.

In seiner Eröffnungsrede sagte er: "Die Wirkung eines solchen Sportereignisses beschränkt sich nicht auf den Spaß, sondern geht weit darüber hinaus – es dient dem gegenseitigen Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Hintergründen. Die Menschen in Katar und in der gesamten Region freuen sich darauf, unsere Gastfreundschaft und die alte Kultur der arabischen Welt zu präsentieren." Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von CAF-Präsident und FIFA-Vizepräsident Dr. Patrice Motsepe. Zu den Teilnehmern gehörten Ronaldo (zweimaliger FIFA-Weltmeister), Édouard Mendy (Gewinner des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals und der FIFA Klub-WM und The Best – FIFA-Welttorhüter 2021), Arsène Wenger (FIFA-Direktor für globale Fussballförderung), Jill Ellis (zweimalige Weltmeistertrainerin bei der FIFA Frauen-WM) sowie Hassan Al Thawadi, Generalsekretär des Obersten Rates für Organisation und Nachhaltigkeit.