Tag der Menschenrechte markiert den Abschluss der #SafeHome-Kampagne

Der Tag der Menschenrechte wird am 10. Dezember gefeiert. Er ist der Gedenktag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR), die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Die AEMR ist ein wegweisendes Dokument, in dem die unveräußerlichen Rechte verkündet werden, die jedem Menschen unabhängig von Volkszugehörigkeit, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Sprache, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Eigentum, Geburt oder sonstigem Status zustehen. Sie ist in über 500 Sprachen verfügbar und damit das meistübersetzte Dokument der Welt. Das Thema des diesjährigen Tags der Menschenrechte ist "Gleichheit" und nimmt damit Bezug auf Artikel 1 der AEMR: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." Die Grundsätze der Gleichheit und des Diskriminierungsverbots sind das Herzstück der Menschenrechte. Dazu gehört auch, dass tief verwurzelte Formen der Diskriminierung, von denen Menschen in den vulnerabelsten Gruppen betroffen sind – wie Frauen und Mädchen, indigene Völker, Menschen afrikanischer Abstammung, LGBTI-Menschen, Migranten und Menschen mit Behinderungen – angegangen und Lösungen dagegen gefunden werden. Die FIFA und die Weltgesundheitsorganisation haben sich Ende letzten Monats zum zweiten Mal in Folge zusammengetan, um das Bewusstsein für häusliche Gewalt zu schärfen und gefährdete Personen zu unterstützen. Die Kampagne wurde am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen gestartet und endet am Tag der Menschenrechte: Freitag, den 10. Dezember.

Daten der WHO zufolge ist Gewalt gegen Frauen nach wie vor verheerend weit verbreitet und beginnt alarmierend früh. Eine von drei Frauen im Alter von 15 Jahren und älter, d. h. etwa 736 Millionen, sind im Laufe ihres Lebens körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch einen Intimpartner oder sexueller Gewalt durch einen Nichtpartner ausgesetzt – eine Zahl, die im letzten Jahrzehnt weitgehend unverändert geblieben ist. Diese Gewalt beginnt schon früh: Jede vierte junge Frau (im Alter von 15 bis 24 Jahren), die in einer Beziehung lebt, hat mit Mitte zwanzig bereits Gewalt durch einen Intimpartner erlebt. Die Daten deuten ferner darauf hin, dass Frauen während der COVID-19-Pandemie aufgrund von Lockdowns und des Wegfalls lebenswichtiger Unterstützungsdienste wahrscheinlich vermehrt Gewalt ausgesetzt sind. Die #SafeHome-Kampagne wird von 23 ehemaligen und aktuellen Fussballspielerinnen und Fussballspielern unterstützt, von denen viele bereits in der Vergangenheit ihre Verurteilung von Gewalt gegen Frauen und Kinder zum Ausdruck gebracht haben. Zwei von ihnen, die in den heute veröffentlichten Videos zu sehen sind, sind Noemi Pascotto von Spezia Calcio Femminile und Alvaro Arbeloa, ehemaliger Verteidiger von Real Madrid, FC Liverpool, Deportivo La Coruña und Spanien.

Die Spielerinnen von Spezia Calcio nahmen im Rahmen des Projekts "Ball for women against all violence" an einem speziellen Seminar gegen Gewalt teil. "Der erste Schritt, um ein Phänomen anzugehen, besteht darin, es gut zu kennen und damit zu beginnen, einige Stereotypen zu beseitigen", erklärt Pascotto. Auch Zentren gegen Gewalt und Vereine werden an dem Projekt mitarbeiten. Die fünfteilige Videokampagne #SafeHome, die die Botschaft der WHO zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Kinder unterstützt, wurde in sieben Sprachen veröffentlicht. Sie soll das Bewusstsein für die Risiken schärfen und Maßnahmen aufzeigen, die ergriffen werden können, um diese Risiken durch Beratung und Unterstützung von Überlebenden zu verhindern und zu mindern. Es gibt auch Inhalte, die sich mit dem Täterrisiko befassen und zusätzliche staatliche Anstrengungen zur Unterstützung derjenigen fordern, die sich in einer prekären Lebenslage befinden. Arbeloas Engagement im Kampf gegen geschlechterspezifische Gewalt erfolgte im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Real-Madrid-Stiftung, der Fundación Mutua Madrileña und dem Roten Kreuz, um die Kinder von Opfern geschlechterspezifischer Gewalt zu unterstützen.

Das Programm Compañer@s ermöglichte fünfzig Jungen und Mädchen zwischen sechs und 17 Jahren, deren Mütter Opfer von sexualisierter Gewalt waren, die Teilnahme an einem Stipendium. Die Sozialsportschulen der Real-Madrid-Stiftung zeichnen sich durch ihren erzieherischen, inklusiven und integrativen Charakter aus. Sie verbinden das Lehren und Lernen von Mannschaftssportarten mit der Vermittlung der positiven Werte des Sports, die zur ganzheitlichen Bildung der Jugendlichen beitragen: Respekt, Motivation, Selbstwertgefühl, Kameradschaft, gesunde Gewohnheiten, Autonomie und Gleichheit.

“Violence is never the answer, especially at home, which should be a safe environment for everyone, and particularly for women and children. FIFA will continue to make football’s voice heard to amplify this message.” FIFA President Gianni Infantino

"Gewalt ist niemals eine Lösung, vor allem nicht zu Hause, das ein sicheres Umfeld für alle sein sollte, insbesondere für Frauen und Kinder", erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino. "Die FIFA ist gesetzlich verpflichtet, alle international anerkannten Menschenrechte zu achten. Die FIFA wird weiterhin die Stimme des Fußballs erheben, um dieser Botschaft Nachdruck zu verleihen, bis diese Taten nicht mehr Teil unserer Gesellschaft sind." "Die COVID-19-Pandemie hat viele gesundheitliche Probleme und Ungleichheiten, darunter auch die Gewalt gegen Frauen, verschärft", betont WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Wir müssen alle zusammenkommen, um sämtliche Formen von Gewalt und Diskriminierung zu beenden. Die WHO freut sich, gemeinsam mit der FIFA und Fussballstars aus aller Welt dazu beizutragen, Gewalt gegen Frauen und Kinder zu verhindern, die Überlebenden zu unterstützen und unsere Gesellschaften für alle sicherer und gesünder zu machen." 23 ehemalige und aktuelle Spielerinnen und Spieler, die FIFA und die WHO haben #SafeHome-Videos auf ihren digitalen Kanälen veröffentlicht. Außerdem wurden allen 211 FIFA-Mitgliedsverbänden grafische Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, um die Botschaften in ihren Regionen weiterzuverbreiten. Die erste Ausgabe der #SafeHome-Kampagne wurde im Mai 2020 gemeinsam von der FIFA, der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen.

Kelly Smith - Message 1 David James - Message 3 Emmanuel Amuneke - Message 5