Hamilton letzte Station der Down Under-Reise der FIFA-Generalsekretärin

  • Die Reise der FIFA-Generalsekretärin nach Australien und Neuseeland endete in Hamilton/Kirikiriroa

  • Die Delegation besuchte die Spielorte der FIFA Frauen-WM im kommenden Jahr

  • Fatma Samoura: "Nie zuvor hatte eine FIFA Frauen-Weltmeisterschaft einen so reichen kulturellen Hintergrund"

Hamilton/Kirikiriroa war die letzte Stadt in Neuseeland, die von der FIFA-Delegation besucht wurde, um sich mit wichtigen Interessenvertretern aus Sport und Regierung in jeder der Gastgeberstädte der FIFA Frauen-WM™ im kommenden Jahr zu treffen, die gemeinsam von Australien und Neuseeland ausgerichtet wird. Der Besuch in Hamilton, der viertgrößten Stadt Neuseelands, die im Herzen der Waikato-Region liegt, begann am Eingang des Waikato-Stadions mit einem Wero der örtlichen Iwi. Beim Wero handelt es sich um ein Ritual, bei dem die örtlichen Iwi oder Stämme anhand der Reaktionen der Besucher erfahren, ob sie in Frieden oder zum Kampf kommen. Nachdem die FIFA-Delegation unter der Leitung von Generalsekretärin Fatma Samoura den Iwi ihre friedlichen Absichten bewiesen hatte, erschallte in dem Stadion ein Karanga. Das Karanga ist ein Teil der Māori-Begrüßungszeremonie, genannt Pōwhiri, und besteht aus einem Austausch von Rufen zwischen den anwesenden Iwi. Nach dem Karanga wurde das Pōwhiri mit Gesängen und Tänzen zur Begrüßung der Gäste fortgesetzt. Die FIFA-Generalsekretärin wurde vom Iwi Waikato Tainui mit einem Pounamu - einem grünen Stein mit Māori-Schnitzereien - als Geste des Willkommens, der Freundschaft und des Friedens geehrt.

HAMILTON, NEW ZEALAND - MAY 11: FIFA General Secretary Fatma Samoura and Leilani Thompson-Kihi (R) pose for a photo at Waikato Stadium as part of a FIFA Women's World Cup 2023 host city tour on May 11, 2022 in Hamilton, New Zealand. (Photo by Michael Bradley/FIFA via Getty Images)

Nach dem bewegenden Pōwhiri begann eine Führung durch das Waikato-Stadion mit 25.111 Plätzen, in dem fünf Gruppenspiele der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft ausgetragen werden. Das Waikato-Stadion blickt auf eine stolze 100-jährige Geschichte zurück und wurde 2019 im Rahmen eines Modernisierungsprojekts von USD 1,3 Mio. mit einem hochmodernen Desso-Hybrid-Rasen ausgestattet. Dieses System besteht aus Hochleistungs-Kunstfasern, die in eine Bindeschicht "eingenäht" sind, und Roggengras, das in den Untergrund gesät wird und so eine verstärkte Naturrasenfläche bildet. Das Spielfeld wird gegen Ende 2022 in Vorbereitung auf die FIFA Frauen-WM einem Renovierungsprogramm unterzogen. Das Turnier wird ein dauerhaftes Vermächtnis für das Stadion hinterlassen. Dazu gehören die Renovierung der Umkleidekabinen mit Einzelspinden für die Akteure und die Schaffung frauenfreundlicher Sanitäranlagen. Dieses Vermächtnis wird sich auch auf die Trainingsplätze erstrecken, wo die Umkleideräume für Sportlerinnen aufgerüstet werden. Dauerhafte Nachhaltigkeitsmaßnahmen wurden und werden eingeführt, darunter Durchflussbegrenzer an allen Wasserhähnen und Duschen, Gebäudemanagementsysteme zur Steuerung des Strom- und Energieverbrauchs, Ersatz der bisherigen Halogenbeleuchtung durch LED-Beleuchtung, kostenlose Busverbindung bei öffentlichen Veranstaltungen, wobei die Eintrittskarte als Fahrausweis gilt, und nächtliche Bewässerung des Rasens, um die Verdunstung von Wasser durch die Sonne zu verringern. Kultur und Bräuche der Māori spielen im Waikato-Stadion eine wichtige Rolle. Das 15 Meter hohe, geschnitzte Whatanoa-Tor erinnert an die alten Traditionen und Wahrzeichen der Waikato Tainui (Volk der Tainui) und insbesondere des Stammes der Ngati Wairere hapu, auf dessen traditionellem Land das Waikato-Stadion errichtet wurde. Das Whatanoa-Tor symbolisiert die Leidenschaft, Entschlossenheit und Hingabe der alten Maori-Krieger und der heutigen Sportler. Es verbindet zudem die Vergangenheit mit der Zukunft und heißt alle im Waikato-Stadion, in der Stadt Hamilton/Kirikiriroa und in der Provinz Waikato willkommen.

HAMILTON, NEW ZEALAND - MAY 11: (L-R) Rhia Martin (FIFA Head of FWWC Project 2023), Natalie Barrott (Event Manager, H3), Paula Southgate (Mayor of Hamilton / Kirikiriroa), Rebecca Aston (Major Events & Project Manager, H3), Fatma Samoura (FIFA Secretary General), Karl Johnson (Turf Manager, H3), Johanna Wood (President NZ Football), Jane Patterson (COO of FWWC 2023), Paula Hansen (GM Women’s World Cup & Legacy, NZ Football), Dave Beeche (CEO of FWWC 2023), Cheri-Lee Atkinson (Board Member WaiBop Football), Cathy Newman (Venue General Manager, Waikato Stadium, FWWC 2023)pose for a photo at Waikato Stadium as part of a FIFA Women's World Cup 2023 host city tour on May 11, 2022 in Hamilton, New Zealand. (Photo by Michael Bradley/FIFA via Getty Images)

Nach der Besichtigung des Stadions traf die Delegation, bestehend aus FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura, Joanna Wood, Präsidentin von Football New Zealand, Dave Beeche, CEO der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland sowie FIFA-und OFC-Ratsmitglied, Rhiannon Martin, Leiterin des Projekts FIFA Frauen-WM 2023 und Jane Patterson, COO für die FIFA Frauen-WM 2023 in Neuseeland, mit Paula Southgate, der Bürgermeisterin von Hamilton, zusammen. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Vorfreude der Stadt auf die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft und die positive Botschaft, die das Turnier mit seinem Slogan - Beyond Greatness - insbesondere für Frauen in der südlichen Hemisphäre hat. Vertreter der Stadt betonten ihre Liebe zum Fussball und bestätigten, dass die Vorfreude auf das Turnier bei den Einwohnern von Hamilton stets weiter wächst. Viele von ihnen sind sehr daran interessiert, den Gastmannschaften und Fans die tiefe und reiche kulturelle Geschichte der Waikato-Region zu zeigen. Zum Abschluss des Besuchs in Hamilton sagte Fatma Samoura: "Dieser Besuch war sehr bewegend, denn die Iwi von Waikato haben mich mit großer Herzlichkeit in Hamilton empfangen, der Stadt der Flüsse. Es war eine große Ehre, Teil ihrer kulturellen Tradition zu sein, und an das Pōwhiri zu unseren Ehren werde ich mich stets gern erinnern. Nie zuvor hatte eine FIFA Frauen-Weltmeisterschaft einen so reichen kulturellen Hintergrund."